Der Digital Operational Resilience Act (DORA) ist eine verbindliche EU-Verordnung, die darauf abzielt, die digitale Widerstandsfähigkeit von Unternehmen zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), die für den Geschäftsbetrieb kritisch sind.
Unternehmen sollen auch bei schweren IT-Störungen, Cyberangriffen oder Systemausfällen in der Lage sein, ihre wesentlichen Dienstleistungen stabil und sicher aufrechtzuerhalten. DORA schafft dafür erstmals einen europaweit einheitlichen Rechtsrahmen.
DORA verfolgt das Ziel, digitale Risiken strukturiert, nachvollziehbar und überprüfbar zu steuern. Dabei geht es nicht nur um technische Schutzmaßnahmen, sondern auch um Governance, Organisation und klare Verantwortlichkeiten.
Für Unternehmen bedeutet dies einen grundlegenden Wandel: IT-Risiken werden zu einem festen Bestandteil der Unternehmensstrategie und der Verantwortung des Managements.
DORA ist keine reine IT-Vorgabe. Die eschäftsleitung trägt die Verantwortung für die Umsetzung, Überwachung und kontinuierliche Verbesserung der Maßnahmen. Unternehmen müssen jederzeit nachweisen können, dass DORA-Anforderungen angemessen umgesetzt werden.
Dies erfordert klare Entscheidungswege, Schulungen, interne Kontrollen und eine umfassende Dokumentation.
DORA stellt Unternehmen vor neue Anforderungen, bietet jedoch gleichzeitig die Chance, digitale Stabilität strategisch zu verankern. Organisationen, die frühzeitig handeln, erhöhen ihre Widerstandsfähigkeit, schaffen Vertrauen und sichern ihre Zukunftsfähigkeit.